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Boris Kornitschky

Mit Motor oder ohne

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„Bremen und Fahrräder passen einfach gut zusammen“, findet Boris Kornitschky. Bis es zu dieser Einsicht kam, hat der gelernte Zweiradmechaniker jedoch eine Weile gebraucht. Ursprünglich hat er sich auf schweres Gerät spezialisiert.

Boris Kornitschky ist am 30. August 1967 in Bremen geboren, ist hier groß geworden und hat die Schulzeit mit dem Fach-Abi für Grafikdesign beendet. Nach Zivildienst und mehreren Jobs als Taxifahrer sei ihm klar geworden, dass die Grafik noch warten musste: „Ich habe mir gedacht, studieren kann ich immer noch. Ich wollte gerne irgendetwas schrauben.“ Das habe er schon als Jugendlicher mit Begeisterung gemacht, „egal ob mit Motor oder ohne“.

Nach der Ausbildung zum Zweiradmechaniker fand Boris Kornitschky zunächst eine Stelle in einem großen Fahrradgeschäft – „zu groß, um auf den Geschmack zu kommen“. Ohnehin wollte er lieber Motorräder reparieren. Doch nach vier befristeten Jobs habe er die Nase voll gehabt vom hire and fire. „Den Motorradläden ging es auch zunehmend schlechter“, fügt er hinzu.

Er wechselte zurück ins Fahrrad-Metier, seit Sommer 2004 ist er nun im EinRad-Team. Manchmal hilft er bei Beratung und Verkauf, überwiegend ist er in der Werkstatt tätig. Besonders gerne repariert er hochwertige Räder. Was für ihn die Faszination daran ausmacht? „Die Technik“, sagt er. „Die ist so vielseitig. Und umweltfreundlich. Und es sind immer auch Design-Aspekte dabei, weil die Technik ja anders als beim Auto offen liegt.“

An Wochenenden erkundet er mit dem Reiserad versteckte Pfade an der Unterweser und im Teufelsmoor. Oder er vertieft sich in eine ganz andere Technik: Boris Kornitschky beschäftigt sich viel mit dem Computer und besonders mit Linux. Auch eine ziemliche Bastelei. Nur ohne Schraubenschlüssel.