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David Urban

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Man könnte David Urbans Lebenslauf ganz kurz erzählen: Am 31. März 1979 in Bremen geboren, 1999 Abi. Dann Zivildienst im Integrationskindergarten, anschließend ein Semester Wirtschaftsstudium („aber das war’s nicht“), Wechsel ins Lehramtsstudium, Geschichte und Sport.Das Studium abgeschlossen dann 2013.

Was auf den ersten Blick so gradlinig wirkt: Bei näherem Hinsehen ist es das beileibe nicht. „Ich habe immer die verschiedensten Nebenjobs gehabt“, erzählt David Urban. Mit 16 Jahren ging’s, als Hilfskraft in der Frischwaren- und Konservenabteilung eines Supermarkts besserte er sein Taschengeld auf.

Nach ein paar Jahren suchte er flexiblere Arbeitszeiten und landete bei Mac Donalds. „Da lernt man alles“, sagt er, also Kochen und Verkaufen. Die Arbeitsbedingungen waren nicht so gut, dafür aber das Klima im Team. So war es auch ein Mac-Donalds-Kollege, der ihm seinen nächsten Job vermittelte – bei Mercedes am Band. „Das war eine gute Motivation fürs Studium, weil man genau weiß, dass man nicht am Band landen möchte.“

Als Mercedes im Zuge des allgemeinen Personalabbaus auch die Aushilfsstellen strich, war es wieder ein Freund aus Mac-Donalds-Zeiten, der ihm auf die nächste Fährte brachte: Mehrere Jahre lang betreute David Urban körperlich behinderte Menschen, half ihnen im Haushalt und pflegte sie.

Doch sein Hauptnebenjob ist seit Anfang 2007 bei EinRad. Er hatte Kreet bei einem Mountainbike-Kurs im Studium kennen gelernt und konnte dem Angebot, in einem Fahrradladen zu arbeiten, einfach nicht widerstehen. Denn neben Freunden, Musik (auf dem guten alten Vinyl!) und Fußball („seit 1995 Dauerkarte in der Ostkurve“) ist das Radfahren seine große Leidenschaft.

Mit 18 Jahren hat er sich sein erstes Trekkingrad zusammengeschraubt, mit 19 das erste Rennrad gekauft, ein knappes Jahr lang auch Rennen gefahren, dann aber wieder damit aufgehört, weil es zu zeitaufwendig war. „Da mache ich doch lieber so Sachen, wie mit dem Mountainbike durch die Alpen zu fahren.“ Weil die Berge von Bremen aus etwas umständlich zu erreichen sind, begnügt er sich in der Regel mit Rennrad-Touren oder Wochenendtrips mit dem Mountainbike.

Und was ist mit den Lehrer-Ambitionen? Keine Ahnung, sagt David Urban, „mal abwarten, was sich so ergibt“.